Einführungsseminar in die UML

Die Konzepte und die Elemente der Unified Modeling Language

Die moderne Softwareentwicklung hat viel mit konzeptioneller Arbeit und wenig mit dem Entwurf mathematisch-numerischer Algorithmen zu tun. In der Gesellschaft hält sich das Bild vom Informatiker als Zwilligsbruder des Mathematikers zwar hartnäckig. In der Realität jedoch hat diese Vorstellung nur wenig Berechtigung. Softwareentwicklung heute bedeutet in den seltensten Fällen die Beschäftigung mit Themen der Mathematik. Die Hauptaufgabe des Entwicklers ist in den allermeisten Fällen die Nutzbarmachung und Strukturierung vorhandenen Wissens. Dementsprechend müssen die Methoden der Softwareentwicklung heute Hilfestellung bei der Strukturierung von Wissen und bei der Kommunikation von Wissensinhalten dienen. Die Objektorientierte Software­entwicklung ist eine solche Methode, die sich an sprachlichen Strukturen anlehnt, um die genannten Leistungen für die technische Realisierung von Software zu bringen.

Um Inhalte objektorientierter Lösungen zu beschreiben kann man neben der Textform auch grafische Darstellungen wählen. Damit diese grafischen Darstellungen eindeutig interpretierbar sind wurde durch die Object Management Group - kurz OMG - ein Standard geschaffen, der Symbole und Semantik einer grafischen Repräsentation für objektorientierte Software festschreibt: die Unified Modelling Language. Die UML ist heute ein wichtiges Hilfsmittel für die objektorientierte Softwareentwicklung und aus der Praxis kaum mehr wegzudenken. Deshalb verfolgt dieser Kurs das Ziel einer umfassenden Einführung für den Einsatz der UML in der modernen Softwareentwicklung. Neben der reinen Softwaresicht befasst sich der Kurs aber auch mit der Prozessicht auf ein Softwareprojekt.

Es werden alle Diagrammarten der UML besprochen und in den Kontext der objektorientierten Entwicklung gebracht. Dafür werden Beispiele herangezogen, die gemeinsam geübt und diskutiert werden. Als methodisches Gerüst des Kurses dient der Software-Lifecycle. Die verschiedenen Phasen des SW-Lebenszyklus werden mit UML-Diagrammen vorbereitet und dokumentiert. Einen Schwerpunkt hat der Kurs in der Unterstützung der Analyse- und Designdisziplin. Dabei wird auch gezeigt, wie die UML in den Prozess der Softwareentwicklung eingebunden wird.

Die folgenden Diagrammtypen werden durchgenommen:

  • Use Cases Diagramme
  • Aktivitätsdiagramme
  • Sequenzdiagramme
  • Kollaborationsdiagramme
  • Analyseklassendiagramme
  • Entwurfsklassendiagramme
  • Einführung in die Entwurfsmuster
  • Zustandsdiagramme
  • Moduldiagramme
  • Installationsdiagramme

Die Diskussion der Diagrammtypen findet vor dem Hintergrund einer prozessorientierten Softwareentwicklung statt. Es werden praktische Übungen anhand von wirklichkeitsnahen Problemstellungen durchgeführt. Dabei kann auch ein beliebiges UML-Tool eingesetzt werden.

      Eine Übersicht über die wesentlichen UML Diagrammarten.
      Die Originaldatei wurde aus Wikipedia geladen und geändert. Die Lizenz und die Änderungen sind in der SVG Datei dokumentiert.

Zuletzt geändert am 26.08.2020